Kategorie: EE-Gesellschaft

Brandenburger Bürgerenergie feiert

Gondel mit Logo der Genossenschaft in 140 m Höhe

Die Rehfelde Eigenenergie eG hat im Juli zwei Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Für die Bürgerenergiegenossenschaft mit gut 200 Mitgliedern aus der kleinen Gemeinde am östlichen Rand von Berlin ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen.

Die Genossenschaft wird die Inbetriebnahme der Anlagen am 15.09.17 um 15 Uhr mit einem Einweihungsfest feiern, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen ist. Sie hatte sich 2012 aus dem Arbeitskreis Energie der Gemeinde gegründet.

Mit den erwarteten rund 14 Millionen Kilowattstunden Stromerzeugung pro Jahr, wird durch die beiden Windenergieanlagen rechnerisch mehr Strom erzeugt, als in der Gemeinde verbraucht wird. Damit dieses 10 Millionen Euro Projekt realisiert werden konnte, wurden in der 5000 Seelen Gemeinde und der Umgebung Mitglieder geworben, die zusammen 1 Millionen Euro Eigenkapital zusammengebracht haben:

Neues Jahr – erneuerbar!

Die Alternative zu Erneuerbaren Energien

Das neue Jahr hat gleich mit einem neuen Rekord begonnen: 36.200 MWh Strom aus Windenergie wurden am 03.01. zwischen 20 und 21:00 Uhr in das deutsche Stromnetz eingespeist. Dafür mussten früher ca. 30 AKW mit voller Leistung laufen.

Aus den Daten des Fraunhofer-ISE lässt sich ermitteln, dass in dieser Januarnacht über mehrere Stunden sämtliche Stromverbraucher in Deutschland zu gut der Hälfte mit Strom aus Windenergie beliefert wurden. Steinkohle- und Gaskraftwerke wurden mit aufkommenden starken Wind um ca. 60% gedrosselt, aber Braunkohle nur um ca. 20% (12,65 GW > 9,67 GW) heruntergefahren und die Atomkraftwerke fast gar nicht. Der Strompreis am Spotmarkt fiel ab 1:00 Uhr in der Nacht für drei Stunden ins Minus. In dieser Zeit wurden bis zu 7,8 GW Strom exportiert, – die Erzeugung von etwa 7 großen Atomkraftwerken.

Hickhack oder Verhandlung?

GlobalClimateMarch 29.11.15 in Berlin, Foto: ©Autor

GlobalClimateMarch 29.11.15 in Berlin, Foto: ©Autor

Kommenden Montag treffen sich Vertreter aller Staaten der UN-Weltgemeinschaft zur Klimakonferenz COP21 in Paris, um über gemeinsame Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels zu verhandeln. Zum 21. Mal reisen Diplomaten aus den 193 Mitgliedsstaaten zu einer Konferenz, die berühmt ist für hohe Erwartungen und belanglose Ergebnisse. Bis zum 11.Dezember wollen sie in Paris die Grundlagen für ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll erarbeiten. Sie müssen einstimmig entscheiden. Auch wenn das eigentliche Ziel, auf dieser Konferenz ein Abkommen zu erarbeiten, bereits aufgegeben wurde: Der Druck ist groß, sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Denn der Klimawandel auf der Erde ist für Mensch und Natur immer deutlicher spürbar.

Partisan Solar

"Einspeisen statt Abspeisen" Foto: ©Autor

„Einspeisen statt Abspeisen“ Foto: ©Autor

Solarstrom aus der Steckdose beziehen ist normal. Solarstrom in die Steckdose einzuspeisen ist eine neue Option, die Eigenstromversorgung ohne eigenes Hausdach ermöglicht. Die „Solar-Partisanen“ entziehen sich der Kontrolle des Staates, der Netzbetreiber und der Stromversorger, indem sie einfach ein Solarmodul am Balkongeländer montieren und es mit dem Verbrauchsstromkreis der eigenen Wohnung verbinden.
Wenn die Sonne scheint und das Modul Strom produziert, steht der Stromzähler still oder dreht zumindest langsamer. Die angeschlossenen Geräte verbrauchen dann den Solarstrom vom Balkon, anstatt den teuren Strom aus dem Netz. Seit ein paar Jahren sind Balkonsolaranlagen als installationsfertige Komplettlösungen mit Wechselrichter im Handel erhältlich.