Erstmals zwei deutsche Solarautos am Start

Visualisierung Sonnenwagen

Visualisierung des Aachener Sonnenwagens, © Team Sonnenwagen Aachen

An der World-Solar-Challenge (WSC) im Oktober 2017 in Australien werden erstmals zwei deutsche Teams teilnehmen: Neben dem etablierten Team der Hochschule Bochum startet erstmals das Sonnenwagen-Team aus Aachen. Die letzten 6 Monate vor dem Start haben begonnen.

Die studentischen Teams stehen unter extremen Zeitdruck. Sie müssen gleichzeitig technische, organisatorische und menschliche Herausforderungen meistern. Sie bauen gerade die Komponenten für ihre Fahrzeuge, doch schon bald müssen die Teile ein Ganzes ergeben. In den nächsten Wochen müssen die verschiedenen Disziplinen der Solarauto-Teams, Designer*innen, Karosseriebauer*innen, Elektrotechniker*innen, Informatiker*innen und viele weitere Disziplinen,  ein gemeinsames Produkt zum Leben erwecken.

Die Blog-Beiträge der Teams über die Entstehung der Fahrzeuge vermitteln den Eindruck von brodelnden Ideenschmieden, in denen aus einer Mischung aus Wissen, Organisation, Motivation und Disziplin Großartiges entstehen wird.

Neues Jahr – erneuerbar!

Die Alternative zu Erneuerbaren Energien

Das neue Jahr hat gleich mit einem neuen Rekord begonnen: 36.200 MWh Strom aus Windenergie wurden am 03.01. zwischen 20 und 21:00 Uhr in das deutsche Stromnetz eingespeist. Dafür mussten früher ca. 30 AKW mit voller Leistung laufen.

Aus den Daten des Fraunhofer-ISE lässt sich ermitteln, dass in dieser Januarnacht über mehrere Stunden sämtliche Stromverbraucher in Deutschland zu gut der Hälfte mit Strom aus Windenergie beliefert wurden. Steinkohle- und Gaskraftwerke wurden mit aufkommenden starken Wind um ca. 60% gedrosselt, aber Braunkohle nur um ca. 20% (12,65 GW > 9,67 GW) heruntergefahren und die Atomkraftwerke fast gar nicht. Der Strompreis am Spotmarkt fiel ab 1:00 Uhr in der Nacht für drei Stunden ins Minus. In dieser Zeit wurden bis zu 7,8 GW Strom exportiert, – die Erzeugung von etwa 7 großen Atomkraftwerken.

Atlantikquerung: Alte Welt überwunden

Pilot Piccard mit Broschberg nach Landung in Sevilla, Foto: ©Solarimpulse | Revillard | Rezo_ch

Pilot B. Piccard mit A. Broschberg nach Landung in Sevilla, Foto: ©Solarimpulse | Revillard | Rezo_ch

Das Solarflugzeug Solarimpulse 2 ist gestern morgen um 07:38 Uhr nach der Überquerung des Atlantiks sicher in Sevilla (Spanien) gelandet. Die spanische Luftwaffe empfing das Flugzeug mit einer kurzfristig organisierten Flugshow.

Der 6765 km lange Flug von New York war die 15. Etappe einer Weltumrundung ohne einen Tropfen Treibstoff. Mit fast 3 Tagen Flugdauer und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h war sie sowohl eine technische, als auch eine menschliche Meisterleistung. Nach seiner Landung sagte der Pilot Bertrand Piccard

„Der Atlantik steht seit jeher für den Übergang zwischen der alten und der neuen Welt. Während diese Welten sich früher auf geographische Kontinente bezogen, stehen sie heute für unterschiedliche Einstellungen.

Solarthermie innovativ

Hamburg-Wilhelmsburg, Foto: ©Autor

Energiebunker Hamburg-Wilhelmsburg, Foto: © Autor

Solarthermieanlagen sind zuverlässiger und kostengünstiger geworden. Darüber hinaus sorgt eine verbesserte staatliche Förderung dafür, dass sich die Investition in Solarthermie schneller bezahlt macht: Bis zu 200 € pro Quadratmeter Kollektorfläche oder eine ertragsbezogene Vergütung werden gewährt. Die Anwendungsmöglichkeiten für die Nutzung der Sonnenwärme haben sich verbessert. Die Branche hat Erfahrungen gesammelt und neue interessante Produkte entwickelt. Sie ermöglichen der Solarthermie-Branche neue Verbrauchergruppen zu erreichen und die Schwächen der Vergangenheit zu überwinden.

Klassisch erwärmt eine Solarkollektor auf dem Dach Wasser zur Warmwasserversorgung in einem Einfamilienhaus. Auch die Heizungsunterstützung gehört schon länger zum Leistungsspektrum.

Hickhack oder Verhandlung?

GlobalClimateMarch 29.11.15 in Berlin, Foto: ©Autor

GlobalClimateMarch 29.11.15 in Berlin, Foto: ©Autor

Kommenden Montag treffen sich Vertreter aller Staaten der UN-Weltgemeinschaft zur Klimakonferenz COP21 in Paris, um über gemeinsame Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels zu verhandeln. Zum 21. Mal reisen Diplomaten aus den 193 Mitgliedsstaaten zu einer Konferenz, die berühmt ist für hohe Erwartungen und belanglose Ergebnisse. Bis zum 11.Dezember wollen sie in Paris die Grundlagen für ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll erarbeiten. Sie müssen einstimmig entscheiden. Auch wenn das eigentliche Ziel, auf dieser Konferenz ein Abkommen zu erarbeiten, bereits aufgegeben wurde: Der Druck ist groß, sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Denn der Klimawandel auf der Erde ist für Mensch und Natur immer deutlicher spürbar.

Wind wächst höher

Enercon E92 Windenergieanlagen in Pankow kurz vor Fertigstellung, Foto: ©Autor

Enercon E92 Windenergieanlagen in Pankow kurz vor Fertigstellung, Foto: ©Autor

Berlin verdoppelt in diesem Jahr die im Bundesland installierte Windenergieleistung auf 9,4 Megawatt (MW). Am Pankower Autobahndreieck im Norden der Stadt, unweit der ersten Windenergieanlage in der Hauptstadt, entstehen zur Zeit zwei weitere Anlagen vom Typ E92 des Herstellers Enercon. Standort ist ein ehemaliges Militärgelände, das heute als Gewerbegebiet genutzt wird. Investor ist ein Projektentwickler aus der Region. Jede der beiden Anlagen hat eine Nennleistung von 2,35 MW und kann an dem Standort bis zu 6 Mio. Kilowattstunden (kWh) im Jahr erzeugen. Zusammen entspricht das bilanziell dem Strombedarf von 3000 Vier-Personen Haushalten mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWh. Eine beeindruckende Leistungfülle, die von den 184 m hohen Anlagen geliefert wird.