Kategorie: Verkehrswende

American Solar Challenge

Die 14. American Solar Challenge (ASC) ist am Sonntag mit der Siegerehrung in Bend/Oregon zu ende gegangen.

Die Siegerfahrzeuge der beiden Rennklassen stammen aus Sydney/Australien und Bologna/Italien. Erst dahinter folgten die zweitplatzierten amerikanischen Teams aus Michigan und Minnesota bzw. North Carolina. Für Seriensieger Michigan war es die erste ASC-„Niederlage“ seit 15 Jahren. Nie zuvor hat ein ausländisches Team dieses Rennen gewonnen. Gefahren wurde in der Einsitzerklasse (SOV)* und der Mehrsitzerklasse (MOV)*. Die anspruchsvolle Strecke ging über 5 Etappen und 9 Tage; insgesamt ca. 2836 km von Omaha/Nebraska nach Bend/Oregon.

Die landschaftlich reizvolle Route folgt in etwa dem historischen „Oregon Trail„, auf dem die weißen Siedler einst zu Fuß gen Westen gewandert waren. Wie diese musste die Solarfahrzeug-Familie in Wyoming zwischen Lander und Farson auch einen 2585 m hohen Pass überwinden. Die Fahrzeuge erwiesen sich als durchaus bergtauglich und meisterten alle auf der Strecke liegenden Herausforderungen.

Technologietransfer

Sion bei Präsentation | ©Sono Motors

In 4 Tagen startet die Word Solar Challenge (WSC) in Australien das 30 jährige Jubiläumsrennen. Die Hartnäckigkeit, mit der seit 1987 Jahren alle 2 Jahre Solarautos quer durch die Australische Wüste geschickt werden, trägt inzwischen Früchte. Die Technologie wird aus dem Outback in den Alltag übertragen.

Jedoch weniger durch etablierte Autohersteller, sondern durch neu gegründete Unternehmen. Klevere, junge Ingenieure und Mangager haben entdeckt, dass Elektrofahrzeuge sehr preiswert hergestellt und mit geringen Verbrauchskosten bewegt werden können.

Der Aachener Sonnenwagen entstand in einem Technologieumfeld an der RWTH Aachen, aus dem heraus auch die e.GO Automobile und der Streetscooter der Post entstanden sind. Diese jungen Unternehmen bauen Elektrofahrzeuge, die von der etablierten Autoindustrie nicht geliefert werden können.

Sonnenautos landen

WSC 2017: 16 von 42 teilnehmenden Fahrzeugen

Es sind noch 30 Tage bis zum Beginn der diesjährigen World Solar Challenge. Die Studententeams aus aller Welt fliegen nach Australien, um dort beim Zoll ihre Fahrzeuge und Batterien entgegen zu nehmen.

Teams außerhalb Australiens, die noch nicht verschifft haben, stehen unter erheblichem Zeitdruck. Die Fahrzeuge können per Luftfracht schnell zum Start gelangen, doch die Batterien sind Gefahrengut, dass nur mit dem Schiff transportiert werden kann. Das Team aus Bochum hat gut geplant und entpackt bereits den Batteriecontainer, muss aber wegen Transportverzögerungen auf das Eintreffen des blue.cruisers noch warten. Die wichtigste Frage ist, ob das Fahrzeug den Transport unversehrt überstanden hat. Nur die australischen Teams können sich noch leisten weiter an ihren Fahrzeugen zu schrauben.

Gedränge im Outback?

tyssenkrupp blue.cruiser ©Hochschule Bochum Solar Car Team

tyssenkrupp blue.cruiser ©Hochschule Bochum Solar Car Team

(aktualisierte Version) Fünfundvierzig Solarfahrzeuge mit der Sonne als einzigem Treibstoff werden ab dem 8.Oktober 3000 km durch das australische Outback fahren. Sie treten an, die World Solar Challenge (WSC) zu gewinnen, die inoffizielle Weltmeisterschaft der Solarmobile.
Die Rennleitung gab am 6.Juli die offizielle Liste der internationalen Teilnehmer bekannt. Von den 16 asiatischen Teams kommt ein Viertel aus Japan. Die USA schicken 7 der 9 Fahrzeuge aus Amerika, nur 1 davon aus Südamerika. Gastgeber Australien ist mit 7 Fahrzeugen dieses Mal sehr stark vertreten. Aus Afrika kommen 2 Teams. Die 11 europäischen Teilnehmer kommen aus den Niederlanden (3), Großbritannien (2), Schweden (2), Deutschland (2), Polen (1) und Belgien (1). Da jedes der 46 Teams 2-10 Begleitfahrzeuge hat wird sich mit dem Rennstart ein beeindruckender Fahrzeugpulk in Bewegung setzen. Gut, dass der Stuart Highway im australischen Outback viel Platz bietet.